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NFL legt Berufung gegen Sperre von Deshaun Watson ein


Der Fall Deshaun Watson hat nach einer ersten Entscheidung am Montag ein Nachspiel: Die NFL hat Berufung gegen die Sechs-Spiele-Sperre für den Quarterback der Cleveland Browns eingelegt.

Der 26-Jährige war Anfang der Woche von der Disziplinarbeauftragten Sue L. Robinson wegen sexueller Belästigung für die ersten sechs Saisonspiele aus dem Verkehr gezogen worden. Doch die NFL wollte, dass Watson mindestens für die gesamte nächste Spielzeit gesperrt wird.

Watson soll sich zwischen März 2020 und März 2021 mit zahlreichen Frauen zu Massagen verabredet haben, 25 davon erhoben Anklage. Watson, damals noch in Diensten der Houston Texans, soll um sexuelle Handlungen gebeten haben. Das Urteil wurde offiziell wegen Verstößen gegen die Verhaltensregeln der Liga gefällt.

Die unabhängige Disziplinarbeauftragte Robinson war gemeinsam von der NFL und der Spielergewerkschaft NFLPA ernannt worden. “Die NFL hat der NFLPA mitgeteilt, dass sie gegen die Disziplinarentscheidung von Richterin Robinson Berufung einlegen wird”, hieß es am Mittwoch in der Mitteilung der Liga.

Die Gewerkschaft, die zuvor bekannt gegeben hatte, dass sie keinen Einspruch einlegen will, hat nun zwei Tage Zeit, auf den NFL-Schritt zu reagieren.

NFL-Commissioner Roger Goodell kann selbst entscheiden, wer den Einspruch verhandeln wird.

Gemäß den Richtlinien wird die Berufung im Schnellverfahren bearbeitet und basiert auf einer “Überprüfung der vorhandenen Unterlagen”, was bedeutet, dass keine neuen Beweise oder Zeugenaussagen zugelassen werden.

Watson hat bei den Browns einen Fünfjahresvertrag über garantierte 230 Millionen Dollar unterschrieben. Die Saison beginnt am 9. September.





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